Die Ortschaft Eula bei Borna

Ersterwähnung im Jahre 1090

Eula ist ein Dorf und gehört als Ortsteil zur Stadt Borna im Landkreis Leipzig in Sachsen.

Das Dorf Eula

Borna Ortsteil Eula

Eula in Sachsen nahe Borna

Eula Borna Leipzig Sachsen.

Das Dorf Eula bei Borna liegt in ländlicher Umgebung etwa 2 km (N/O) von Borna entfernt. Die Ortschaft Eula befindet sich nahe des Haubitzer See, welcher zum Neuseenland Leipzig gehört. Die Stadt Leipzig befindet sich etwa 23 km (N/W) von Eula entfernt. In Borna Ortsteil Eula befindet sich das Vereinshaus Eula. Das Vereinshaus Eula ist ein beliebter Treffpunkt für Feierlichkeiten und Veranstaltungen. Die Vereine von Eula organisieren jedes Jahr verschiedene Veranstaltungen und Feste in Eula. Das traditionelle Maibaumsetzen Eula gehört dabei zu den Höhepunkten der Eulaer und wird jedes Jahr am 30.April gefeiert. Zum Ausklang des Tages findet nach dem Fackelumzug durch das Dorf Eula, im Vereinshaus dann noch der alljährliche Tanz in den Mai statt. Der Ort Eula hat seinen heutige Ortsname vermutlich in Ableitung des slawischen Wortes "ilu" (Lehm) erhalten, da der gleichnamige Bach, die "Eula", entlang der südlichen Dorfgrenze westwärts durch ein lehmreiches Gebiet fließt und diese Region ursprünglich eine slawisch besiedelte Auenlandschaft war. Der heutige Ort Eula wurde urkundlich im Jahre 1090 erstmals als eine kleine Siedlung mit dem Namen Hyla erwähnt (vgl. den Jahrbüchern des Klosters zu Pegau, in der "Vita Wigperti", der Lebensgeschichte des Markgrafen Wiprecht von Groitzsch (Annales Pegavienses 243). Den Überlieferungen nach, waren zu jener Zeit einige Bauernhöfe um einen hufeisenförmigen Platz gebaut, in dessen Nähe sich ein kleiner Dorfteich befand. Eine kleine Holzkapelle hat es im Ort ebenfalls gegeben, welche aber bereits zu jener Zeit in einem sehr schlechten Zustand gewesen sein soll. Den Berichten nach, kam Markgraf Wiprecht von Groitzsch auf dem Heimweg von einer Pilgerfahrt durch eine Siedlung namens "Hyla" und fand dort eine kleine, fast eingefallene Holzkapelle vor. Der Gewohnheit nach, betraten er und sein Begleiter die Kapelle um darin GOtt anzubeten. Den Überlieferungen nach, bedauerte der Graf den armseligen Zustand der vorgefundenen Basilika sehr und so ließ er diese im Jahr 1106 auf eigene Kosten abreißen und begann noch im selben Jahr mit dem Bau einer neuen, steinernen Kirche. Die so entstandene Kirche Eula war zur damaligen Zeit eine der ersten Steinkirchen in der Region und steht bis heute auf der höchsten Erhebung im Dorf Eula. Die Wiprechtkirche Eula erhielt ihre heutige, spätgotische Form erst im 15. Jahrhundert, ebenso ihren Namen zur Ehre des Erbauers. Die Kirche in Eula ist das älteste Gebäude im Dorf und gehört zu den ältesten Kirchen in Sachsen. Im Laufe der Geschichte Eula mussten der Ort, das Umland und die Bewohner schwere Zeiten und Kriege durchstehen. Großes Leid gab es für die Menschen in der Mitte des 14.Jahrhundert durch die sogenannten Hussitenkriege aber auch nach dem 30-jährigen Krieg um das Jahr 1633, als die Pest den Raum Borna heimsuchte und viele Bewohner starben. Auch zur Zeit der Völkerschlacht um 1813 war der Ort Eula durch seine örtliche Nähe zur Völkerschlacht bei Leipzig von Kriegsausläufern betroffen, da sich einige Truppen von Napoleon im naheliegenden Rittergut Kesselshain aufhielten. Ab dem 19. Jahrhundert hatte sich das Dorf Eula dann deutlich vergrößert und auch die Bevölkerungsstruktur hatte sich durch die Entstehung des Kohle-Bergbaus Espenhain verändert. Im Verlaufe des 20. Jahrhundert entwickelte sich die Ortschaft Eula mit dem eingemeindeten Ortsteil Gestewitz um 1935, dem Ortsteil Kesselshain und dem Ortsteil Haubitz um 1948, zu einer Gemeinde mit etwa eintausend Bewohnern. Im Zuge der Gebietsreform 1994 wurde die damalige Gemeinde Eula der Kreisstadt Borna zugeordnet. Mitte der 1990er Jahre fand der Kohlebergbau im Landkreis Leipzig sein Ende. Viele der großflächigen Tagebaulöcher werden seither auf natürliche Weise geflutet und die Landschaft schrittweise wieder aufgeforstet. Nach und nach entstehen auf diese Weise im Leipziger Großraum attraktive und große Seenlandschaften, welche heute Neuseenland Leipzig genannt werden. Diese landschaftliche Aufwertung kommt auch dem Dorf Eula zugute. Das Jahr 2015 war für das Dorf Eula ein ganz besonders Jahr, denn Eula hat vom 8.- 13.September 2015 sein 925-jahriges Bestehen gefeiert. Um dieses große Jubiläum - 925 Jahre Eula - angemessen zu feiern, wurden große Anstrengungen zur Organisation und Realisierung unternommen. Tatkräftige Unterstützung gab es im Besonderen durch die Eulaer Vereine, die Freiwillige Feuerwehr Eula, die Kita Eula, die Kirchgemeinde Eula sowie durch Gewerbetreibende und andere Unterstützer und Sponsoren. Am 09. September war es dann so weit, fünf Tage lang hat das Dorf gemeinsam mit ca. 3000 Besuchern ein großartiges Dorffest "925 Jahre Eula" gefeiert. Als Hauptveranstaltungsort der Festtage war die große Fläche an der Kirschallee, zwischen Eula und Gestewitz gewählt worden. Ein riesiges Festzelt wurde aufgestellt. Viele Besucher und Gäste kamen an diesen fünf Festtagen von nah und fern um das festlich geschmückte Eula zu besuchen und das Jubiläum gemeinsam zu feiern. Den Auftakt zur 925 Jahrfeier Eula gab das Musikanten Duo "de Hutzenbossen" aus Marienberg. Im Vereinshaus Eula sorgten die beiden lustigen Musiker mit ihrer erzgebirgischen Volksmusik für ordentlich Stimmung und gute Laune. Die Kita Eula "Am Rehgarten" hatte mit Unterstützung der Ortsfeuerwehr Eula ein tolles Kinderfest organisiert und auf dem Sportplatz Kesselshain wurde vom SV Eula 58 zu einem sportlichen Nachmittag für Jung und Alt geladen. Zur Chronik Eula bzw. zur Geschichte Eula und der Entwicklung des Dorfes wurde im Vereinshaus Eula eine besonders sehenswerte Ausstellung präsentiert. Am zweiten Festtag hatte der traditionsreiche Männerchor Eula zum großen Chorsingen in das Festzelt geladen. Gemeinsam mit anderen Chören aus der Region wurden fröhliche Gesänge präsentiert. Zwischen den Verschnaufpausen hatten dann die Tanzgruppen des Tanz- u. Fitnesszentrum Eula (TFZ-Eula) mit flotten Tänzen für Schwung und Unterhaltung gesorgt. In den Außenbereichen rund um das Festzelt waren drei verschiedenen Hüpfburgen aufgestellt worden. Kinder konnten auf einem Dromedar reiten und es gab kostenlose Fahrten mit der Pferdekutsche. Ein besonderer Höhepunkt während der Festtage war das Konzert der sympathischen Rock'n'Roll-Band "The Firebirds" aus Leipzig. Mit den Hits aus den 1950er und 1960er Jahren begeisterten sie das Publikum sofort und der flotte Rhythmus ging bei satten Bässen und einer tollen Show sofort ins Blut und natürlich in die Beine. Feurige Stimmung gab es dann auch gegen Mitternacht, als ein riesiges Feuerwerk die gesamte Festwiese überspannte und die Feuershow der "Discrahelios" die Gäste begeisterte. Der letzte Tag dieser ereignisreichen Festwoche stand unter dem Motto: Tag der offenen Höfe Eula. Hierzu hatte der Siedlerverein Eula geladen und zahlreiche Eulaer hatten für diesen Tag die Tore ihrer Höfe und Grundstücke für die Besucher geöffnet. Viele Gäste nutzten die Einladung an diesem Tag und bekamen so Einblicke in das frühere und das heutige Dorfleben der Eulaer. Traktoren und Landmaschinen aus vergangenen Tagen wurden aufpoliert und zur Schau gestellt. Kinder konnten auf einem Kinderflohmarkt stöbern, malen, basteln oder dem Puppentheater "Eierpappe" zuschauen. An insgesamt 16 Stationen wurde ein buntes Programm und reichlich Genüssliches geboten. Der Kohrener Landexpress drehte als Shuttle-Service seine Runden zwischen Gestewitz und Eula und chauffierte die Besucher kostenfrei von Station zu Station. Die 925-Jahrfeier Eula war für alle Beteiligten ein äußerst gelungenes Fest. Eula war festlich geschmückt wie vermutlich nie zuvor und auch das Wetter hatte es an diesen fünf Festtage bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen wirklich gut gemeint. Die Menschen waren entspannt, hatten Freude am fröhlichen Beisammensein und konnten dem Stress des Alltag ein Stück entfliehen. Die vielen Mühen der Vorbereitung hatten sich letztendlich gelohnt. Eula kann stolz auf sein gelungenes Dorffest "925 Jahre Eula" sein! 888 Bereits vor 1900 hat es in Eula eine funktionierende Ortsfeuerwehr gegeben. Diese bestand damals hauptsächlich aus Bauern und Handwerkern aus dem Dorf. Die einzige Löschtechnik zur damaligen Zeit bestand aus Wasserfässern, welche von einem Pferdegespann gezogen und zur Einsatzstelle transportiert wurden. Ab dem Jahr 1928 gab es dann schon modernere Technik in Form einer Handdruckspritze, allerdings musste diese immer noch von Pferden zum Brandort gezogen werden. Am 30.Januar 1938 wurde im ehemaligen Gasthof Eula die freiwillige Löschpolizei zu Eula offiziell gegründet. Alle freiwillig gemeldeten Kameraden bekamen eine Dienstuniform mit Koppel, Stahlhelm und Schulterriemen übergeben. Im Laufe der folgenden Jahre und Jahrzehnte wurde die Ortsfeuerwehr Eula schrittweise modernisiert und weiter ausgebaut. Dies ist vor allem der unermüdlichen Initiative und den ungezählten, ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen der Kameraden und Kameradinnen zu verdanken. Eula befindet sich zwischen Borna und Espenhain an der Bundesstraße B95 gelegen im Landkreis Leipzig. Das Gewerbegebiet Eula West befindet sich am westlichen Ortsrand von Eula. Die Ortschaft Eula ist von dörflichem Charakter geprägt und wurde 1994 der Stadt Borna zugeordnet. In Eula gibt es einige gut erhaltene Bauernhöfe und Fachwerkhäuser. Die Wiprechtkirche Eula bestand bereits zur Mitte des 11.Jahrhunderts als eine der ersten Steinkirchen in Sachsen. Der Sportplatz Kesselshain ist eine kleine Sportstätte die sich in Borna OT Kesselshain zwischen Borna und Eula befindet. Eula mit dem Rittergut Kesselshain, Gestewitz und Haubitz waren bis 1856 dem königlich-sächsischen Amt Borna zugeordnet. Borna ist eine Große Kreisstadt in Sachsen, etwa 30 km südlich von Leipzig und der Verwaltungssitz des Landkreises Leipzig. Der Männerchor Eula besteht seit 1881. Die heutige Kindertagesstätte Eula „Am Rehgarten“ befindet sich im ehemaligen Schulgebäude, neben der Kirche in Eula. Borna Ortsteil Haubitz, Borna Ortsteil Gestewitz und Borna Ortsteil Kesselshain sind an Eula angrenzende Dörfer die lange Zeit ein Teil der Gemeinde Eula waren. Das Dorf Eula liegt in der Nähe von Borna, Thierbach, Braußwig, Dittmannsdorf, Kesselshain, Haubitz, Gestewitz.